1. Rang

Städtebaulicher Ideenwerttbewerb "Starnberger See - Nordufer" (in Zusammenarbeit mit Freiraumarchitekten WRW)

Die Grundidee einer großzügigen öffentlichen Uferpromenade mit ihrer unverwechselbaren Seestimmung und dem Thema "Ankommen am Starnberger See" basiert auf dem weitgehenden Freihalten des Uferbereiches von massiver Bebauung.

Im zentralen Bereich erweitert sich die Uferpromenade zur Stadtbucht und bringt die Stadt zum See. Wichtiger Bestandteil dabei ist die Vermittlung der Seestimmung, die bis tief in den Stadtraum spürbar wird. Hier bietet sich die einzigartige Chance für die Stadt Starnberg endlich wieder See und Stadtraum zu verbinden und in einer Synergie den Dialog zwischen Stadt und See erlebbar zu machen.

Die Ausformung der Stadtbucht im zentralen Bereich wird mit bis zu 4-geschossig stark ausgeprägten Flanken städtisch interpretiert. Mit der Bahnhofspassage im Osten und einem Dienstleistungszentrum im Westen wird die Stadtbucht räumlich gefasst und der Übergang vom See zum Stadtraum betont. Von Osten und Westen erfolgt der Zugang jeweils über eine markante Torsituation, während nach Norden zum Stadtkern hin ein räumlich weicherer und fließender Übergang entsteht. Steinerne Fassaden, markant ausgebildete Brückenköpfe, steinerner Belag in Verbindung mit großzügigen gefalteten Holzelementen und der hölzernen Schlale der Brückenkonstruktion prägen die Stadtbucht. Der ausgewogene skulpturale Umgang mit Form und Material transformiert die Seestimmung und weckt den "Mythos Starnberg".

Der Bahnhof-See wird zum Herz der Einkaufspassage und als Gesamtkomplex zum östlichen Anker des zentralen Bereichs. Die Unterbauung der Gleisanlage mit den Gleiszugängen von der See-, bzw. Bahnhofspassage bildet den Brückenkopt mit östlich anschließender Auffangparkierung unter den Bahnsteigen.